Simultania Judenburg > Kunst > PLO als Künstler

Helmuth A. PLO/schnitznigg

» zu den Bildern von Plo!
 

Diashow

 

Ausstellung IKARUS

 
Helmuth A. Ploschnitznigg
 
"Plo" malt, was er will
 
Text und Fotos von Bettina Oberrainer
 
Maler, Kunsterzieher, Träumender zwischen den Welten:
Das Schloss Gabelhofen zeigt eine Personale von Helmuth A. Ploschnitznigg
 
16. Jänner bis 6. März 2014, täglich von 9 bis 22 Uhr
Schloss Gabelhofen / 8753 Fohnsdorf, Schlossgasse 54
 
 

„Ich hab ein Bild erschossen!“ – Tatsächlich, aus dem Loch in der Leinwand rinnt rote Ölfarbe. Rot ist immittlerweile fast wichtiger als sein berühmtes Blau: Helmuth A. Ploschnitznigg zeigt seit Längerem wieder eine Personale, eröffnet im Fohnsdorfer Schloss Gabelhofen. Wo beginnen bei diesem „permanent neugierigen“ Mann, der mit 65 nicht zu träumen aufhören mag und sich leistet, „zu malen, was ich will“? Das Sylvester Stallone einst in L.A. eine seiner bisher 170 Ausstellungen eröffnet hat, dass eine Heerschar an Judenburger Gymnasiasten bei ihm unkonventionell rebellische Kunsterziehung erlebte, dass sein einzigartiges Integrationshaus Simultania Liechtenstein heuer zehnjähriges Bestehen feiert?

 

Rot statt Blau. Weil diese Welt Signale braucht statt beruhigender Weite. „Ikarus – Zwischenwelten“ nennt „Plo“ die aktuelle Schau. Weil wir verdammt nah an der Sonne sind.Wissen, wirmachen es falsch und tun es trotzdem, obwohl wir Überinformierte demütig sein müssten.

 

Aber nicht den Zeigefinger will der gebürtige Grazer, in Dänemark, München und Wien ausgebildete Maler, seit 1971 im Bezirk Judenburg verwurzelt, erheben. Würde nicht in seine eigene „Zwischenwelt“ passen, die den unspekulativen, unverfälschten Inhalt seines Lebens prägt: die Familie mit Ehefrau Karla, Lisa, Peter – und der schwerbehinderten Ina, mittlerweile 32 Jahre alt, obwohl ihr die Ärzte keine vier gaben. Und die Simultania, in Plos Kopf lange vor Inas Geburt geformt. Künstlerische Arbeit mit behinderten Menschen, effizienter als Medizin. Der Simultania-Kunstpreis hat schon seinen Platz in der österreichischen Szene: „Ich bin überzeugt, dass Kreativität uns in unserem Leben weiterhilft.“

 

Der Maler selbst lässt beim täglichen Lauftraining Dampf ab, hört Wagner, von Veen, Grieg, Sting. Und rührt keine Waffe an, auf sein Bild zielte ein benachbarter Jäger.

 

 

 

 

 

 

     

Biografie Helmuth A. Ploschnitznigg

Geboren in Graz

Studium der Malerei in Graz, Wien und Kopenhagen

Kunsterzieher im Bundesgymnasium und Budesrealgymnasium in Judenburg

Pädagogischer Leiter in der Simultania Liechtenstein, Einrichung für Menschen mit Behinderung

Einzelausstellungen seit 1972 in Österreich, Italien, Deutschland, Dänemark und Amerika

Öffentliche Kunstwerke in Graz, Obdach, München und Peking

1980 Kunstpreis der Stadt Graz

2000 Deutscher Kunstpreis für Industriedesign (Computertisch)

Unzählige künstlerische Projekte und Symposien mit Menschen mit Behinderung und künstlerische Kollegen

Maltherapeut

Eigene Maltherapie entwickelt